Quartalsbericht zum Leistungsschach – 2. Quartal 2011

 

Höhepunkt des zweiten Quartals 2011 im baden-württembergischen Schach war die deutsche Jugend-Meisterschaft, die wie im Vorjahr im thüringischen Oberhof stattfand.

Nationalspielerin Julia Bochis, die dieses Jahr mit der OSG Baden-Baden bereits die Frauen-Bundesliga gewann, holte sich Gold in der Kategorie U18w, auf dem 4. Rang landete hier Nadine Stitterich (Stuttgart).

Silber in der U12 ging an Patrick Höglauer (Göppingen), der nächstes Jahr in der gleichen Klasse Gold anpeilt.

Jeweils Bronze holten Christopher Noe (Eppingen) bei der U16 und Andrea Srokovskiy (Baden-Baden) bei der U14w. Alle Medaillengewinner sind wahlweise für Europa- oder Weltmeisterschaft qualifiziert.

Für die Weltmeisterschaft in Brasilien qualifizierte sich ebenfalls Julian Martin (Sasbach) mit seinem 5. Platz  in der U10, für die Europameisterschaft in Bulgarien konnte sich Saphir Sahki (Brombach) qualifizieren, der 6. in der U10 wurde. Er spielt ebenfalls die EU-Meisterschaft in Österreich.

Raphael Martin (Sasbach) holte sich in der erstmals ausgespielten offenen U25B-Meisterschaft einen hervorragenden 2. Rang.

Insgesamt lässt die gute Platzierung bei den jüngeren Jahrgängen einen neuen Schwung im baden-württembergischen Schach sehen. Dazu trägt auch die Bildung einzelner Zentren für junge Nachwuchsspieler bei, wie in Göppingen, im Raum Mannheim, Baden-Baden und im Dreiländereck. Hinzu kommen spezielle Turnierangebote in Stuttgart und im Schachzentrum Baden-Baden.

Bei den deutschen (Erwachsenen-)Meisterschaften in Bonn konnte Alisa Frey, die zum Bundesligisten Eppingen gewechselt ist, Silber holen. Jan Gustafsson (Baden-Baden) holte Silber bei den Herren. Insgesamt landeten 3 baden-württembergische Spieler unter den TOP-5.

In der Bundesliga landete die OSG Baden-Baden wie in den Vorjahren auf Rang 1, der SC Eppingen wurde Dritter. Aus der 2. Bundesliga steigt der SV Hockenheim auf.

Auch bei den deutschen Internetmeisterschaften landeten zwei unserer Spieler vorn. Die U25 gewann Christoph Tiemann (Baden-Baden) vor Andreas Strunski (Stuttgart).

Bei der deutschen Schulschachmeisterschaft schließlich belegte das Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn in der WK II den 2. Rang.

Baden-Badens Stellung als Bundesstützpunkt wurde vom Bundesinnenministerium bestätigt. Der am Schachzentrum Baden-Baden ansässige BSP ist nunmehr einziger BSP Schach in Deutschland, nachdem Dresdens Verlängerungsantrag abgelehnt wurde. Leiter des Bundesstützpunkts ist Gkl-Geschäftsführer Markus Keller.

Am 30.7. steht die diesjährige Nominierungssitzung des Technischen Ausschusses der GKL an, die u. a. die Landeskader der neuen Saison festlegt. Im September folgt dann die gemeinsame Sitzung mit den Landespräsidenten und Vorsitzenden der Landesschachjugenden.

Die Trainingswoche für D3/4-Kaderspieler im Sommer vor dem Sommer-Open in Baden-Baden findet auch 2011 wieder statt. Die Gruppen werden um eine weitere aus dem Bundes-D/C-Kader und eine aus dem BSP Baden-Baden bereichert. Trainer sind die Großmeister Fabian Döttling und Boris Alterman, Landestrainer Jaroslav Srokowski und Bundestrainer Bernd Vökler. Zudem wird ein ähnliches Modell auch den D1/2-Kaderspielern angeboten, in den Herbstferien in Kombination mit dem Herbst-Open in Deizisau.