Ergebnisse der GKL-Tagung – Leistungssportkommission Schach Baden-Württemberg
Am 8. Oktober tagte die GKL, die gemeinsame Leistungssportkommission der beiden Schachverbände in Baden-Württemberg. Neben der Bestätigung der vom Technischen Ausschuss (TA) erstellten D-Kader-Liste sprachen die Vertreter der Verbände über anstehende Arbeiten und zukünftige Projekte.
Die GKL legte sich auf eine Agenda gegen Doping und Partienkauf fest, in Anlehnung an entsprechende Beschlüsse des Deutschen Schachbunds.
Für einzelne Kaderspieler wurden Zuschüsse zu Trainingsmaßnahmen und Turnierteilnahmen beschlossen. Sie wurden bereits informiert.
Erfolgsprämien für die Erlangung des IM-Titels erhalten IM Sebastian Bogner und IM Hannes Rau. Für ihren Medaillenplatz bei den deutschen Jugendmeisterschaften werden mit Prämien ausgezeichnet: Amadeus Eisenbeiser, Manuela Mader, Sebastian Bogner, Jana Gussakovski, Katrin Schmitt und Julia Bochis. Andreas Heimann und Xianliang Xu erhalten eine Sonderförderung für besondere Trainingsmaßnahmen.
Der internationale Mädchen-Länderkampf vom 1.-3.10.2005 war für das Baden-Württemberg-Team ein voller Erfolg. Nur einen halben Brettpunkt hinter dem durch ältere Bundeskaderspielerinnen komplettierten Jugendolympiateam belegten Jana Gussakovski, Manuela Mader, Saskia Zikeli, Sonja Häcker, Anja Jehle und Larissa Erben den 4. Platz. Brettpreise gingen an Saskia Zikeli und Larissa Erben. Coach IM Jaroslav Srokowski sprach davon, dass „von den Stellungen her“ „wesentlich mehr drin“ war. Die Schachfreunde Stuttgart-Wolfbusch finanzierten dankenswerterweise die Teilnahme des Co-Trainers Dirk Maxion mit. Ein Dank auch dem Ausrichter, der neu gegründeten Karpow-Schachakademie in Hockenheim.
Die GKL wird sich auch an den Kosten der baden-württembergischen Kaderspieler beim IM-Turnier in Neuhausen (17.-23.11.2005) und am geplanten WIM-Turnier in Walldorf (15.-20.4.2006) beteiligen. Somit verringert sich die Eigenbeteiligung der Normaspiranten. Weitere Kooperationen mit Vereinen sind geplant. Somit wird die Voraussetzung geschaffen, dass der baden-württembergische Nachwuchs das Ziel erreichen kann, mit circa 18 Jahren den IM-Titel zu bekommen.
Diskutiert wurde auch der Sachstand bei den Talentstützpunkten. Ab 2006 müssen diese mit deutlich weniger Geld von den Verbänden / der GKL auskommen. Die Stützpunktleiter wurden aufgefordert, verstärkt weitere Finanzierungsquellen zu nutzen, wie z.B. Eigenbeteiligungen der Teilnehmer bzw. derer Vereine, Zuschüsse des oder der Bezirke.
Die Planungen für einen gemeinsamen Talentstützpunkt Eppingen/Heilbronn (Hochburg Eppingen) werden von der GKL unterstützt. Die wöchentlichen Stützpunkte in Neuenbürg und Illertissen werden im zweiten Jahr fortgeführt.
In den Haushalt 2006 werden die Schachverbände wie schon 2005 je 13.000 Euro einbringen.
2006 steht zudem die Überarbeitung des Leistungssportkonzepts an. Einen ersten Schritt hat die GKL mit der Verabschiedung des Geschäftsverteilungsplans gemacht.
(Dr. Markus Keller – Geschäftsführer der GKL)