Deutscher Schachbund nominiert seine Teilnehmer für die Schacholympiade in Dresden
6 der 20 Spieler kommen aus Baden-Württemberg
Deutschland steht in der zweiten Jahreshälfte 2008 ganz im Zeichen des Schachs: Wenn vom 12. bis 25. November in Dresden die Schacholympiade stattfindet, werden zu diesem in der Schachwelt herausragenden Ereignis mehr als 150 Nationen erwartet. Einen Monat vorher wird außerdem in Bonn die Schach-WM zwischen Viswanathan Anand und Wladimir Kramnik ausgetragen.
Als Gastgeberland für die Schacholympiade möchte Deutschland natürlich mit einer
starken Mannschaft an den Start gehen und dementsprechend hat Bundestrainer Uwe Bönsch für die Nationalmannschaft
der Frauen und Männer spielstarke Akteure verpflichtet. Die deutsche
Männermannschaft tritt mit einem ELO-Durchschnitt von 2634 Punkten an, während
die Damenmannschaft einen Durchschnitt von 2360 Punkten aufweist. Für den
elfrundigen Wettbewerb werden Mannschaften aus jeweils fünf Spielerinnen bzw.
Spielern gebildet.
Mit Daniel Fridman (SV
Mülheim/Ruhr, ELO 2636) wurde dafür bei den Männern der amtierende deutsche
Meister nominiert. Dazu kommen mit GM Arkadij
Naiditsch (OSG Baden-Baden, ELO 2665) und GM Jan Gustafsson (Hamburger SK, ELO
2620) zwei Akteure, die kürzlich beim Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting
hervorragende Platzierungen erreichten. Das Team ergänzen GM Igor Khenkin (TV Tegernsee, ELO 2655)
und GM David Baramidze
(Hamburger SK, ELO 2593). David
Baramidze wird darüber hinaus als Vertreter der deutschen
Farben im August bei der U20-Weltmeisterschaft in der Türkei starten. Arkadij
Naiditsch hält in der aktuellen ELO-Rangliste den deutschen Spitzenplatz.
Bei den Frauen sind WGM Elisabeth Pähtz
(SC Kreuzberg, ELO 2481), WGM Ketino
Kachiani-Gersinska (OSG Baden-Baden, ELO 2374), WGM Marta Michna (Hamburger SK, ELO
2404), WFM Sarah Hoolt
(SF Katernberg, ELO 2298) und WFM Melanie
Ohme (SC Leipzig Gohlis, ELO 2245) nominiert.
Elisabeth Pähtz und Ketino Kachiani-Gersinska werden für
Deutschland auch bei der demnächst in Russland beginnenden
Einzel-Weltmeisterschaft der Frauen ans Brett gehen. Bundestrainer Uwe Bönsch hat sich bei der Nominierung für das Frauenteam für eine Mischung aus erfahrenen
Spielerinnen und jungen Nachwuchskräften entschieden.
Als Gastgeberland hat Deutschland die Möglichkeit je zwei Teams bei den Männern
und den Frauen zu stellen. Die Spielerinnen und Spieler der
Jugendolympiamannschaft haben als Nominierte die Möglichkeit, in jungen Jahren
bei dem wichtigsten Schachereignis dabei zu sein.
Zur Jugendolympiamannschaft gehören bei den männlichen Jugendlichen GM Georg Meier (SV Werder Bremen, ELO
2556), IM Arik Braun
(SC Eppingen, ELO 2533), GM Falko
Bindrich (SC Eppingen, ELO 2516), IM Sebastian Bogner (SK
Neuhausen/Baden-Württemberg, ELO 2467) und Niclas Huschenbeth (Hamburger SK, ELO 2414). Arik
Braun erhält noch in diesem Jahr den GM-Titel.
Die weiblichen Jugendspielerinnen sind Judith
Fuchs (SC Leipzig Gohlis, ELO 2197), Maria Schöne (USV TU Dresden, ELO
2186), WFM Manuela Mader
(SK Neuhausen/Baden-Württemberg, ELO 2155), Anna Endress (TSV Schott Mainz, ELO 2042) und die erst
13jährige Hanna-Marie Klek
vom TV 1848 Erlangen mit einer ELO-Zahl von 1964.
Sollte bei Anmeldeschluss zur Schacholympiade eine ungerade Teilnehmerzahl
vorliegen, so hat Deutschland sogar die Möglichkeit zwei weitere Mannschaften
zu melden. Die dritte Damenmannschaft wird nur aus Spielerinnen aus Sachsen
bestehen, während die Männer-Mannschaft mit Kaderspielern aus ganz Deutschland
besetzt werden kann.